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Was ist Tết-Fest? Tết là gì ?

27/05/2012
Hoa mai - Mai Blume, Symbol von Tet im Suden

Hoa mai – Mai Blume, Symbol von Tết im Suden
Photo: TNG 2013

Was ist Tết-Fest? Tết là gì ?

©Mathilde Tuyet Tran, France 2010

Hier in Europa feiert man den letzten Tag des Jahres, geleitet in den ersten neuen Tag: Sylvester. Man wünscht sich ein frohes neues Jahr mit allen üblichen Prädikaten. Jedoch, es existiert in Asien, neben dem Gregorianischen Kalender von Europa, der Mond-Kalender nach buddhistischem Glauben. Tết-Fest ist vergleichbar mit Sylvester, aber nicht gleich.

Tết-Fest ist eine tausendjährige Tradition und wird sehr aufwendig gefeiert, zu Recht aus mehreren Gründen.

Tết-Fest findet kurz nach dem Beginn des Frühlings in Asien statt. Die Regenzeit mit ihren zahlreichen Naturkatastrophe ist nun vorbei. Die Menschen freuen sich mit der Ankündigung des Frühlings auf die Trockenzeit. Der Tag wird länger, heller und wärmer. Alle Bäume, Strauche und Büsche blühen prächtig, man fühlt sich einfach wohl unter dem Himmel meist sonnig und wolkenlos.

Tết-Fest ist eine Ruhezeit, Urlaubzeit für arbeitende Menschen, die nicht die europäische Sozialerrungenschaft kennen (Bezahlte Regel-Urlaubzeit). Vor dem Tết-Fest erreichen alle Aktivitäten das höchste Tempo, man beeilt sich, vieles zu erledigen. Dagegen nimmt man keinen weiteren Auftrag an, legt die Arbeit nieder für (fast) einen Monat. Stimmt das so?! Eben nicht! Es gibt sehr fleißige Menschen, die nach einem Tag bereits die Arbeit wieder aufnehmen und weiter schuften. Trotzt alledem, innerhalb des Tết-Fest, alles wird langsamer. Busse, Züge…sind propevoll. Keine Tickets mehr, die Fahrer der kleinen Verkehrsmittel wie Taxen, Kleinwagen verlangen mehr Geld für den Transport. Jeder muss vor dem „Giao Thừa“ nach Hause fahren. Zu Hause angekommen sein, rechtzeitig zum Moment des Jahreswechsels.

Saigon (Ho Chi Minh-City) feiert die erste Stunde des Jahr der Schlange 2013 (Photo: Tuoitre-Online)

Saigon (Ho Chi Minh-City) feiert die erste Stunde des Neuen Jahres, Jahr der Schlange 2013
(Photo: Tuoitre-Online)

Tết-Fest ist eine Zeit der Familie und der Freundschaft. In Viet Nam, wird der Geburtstag normalerweise nicht gefeiert (für Kinder, feiert man nach europäischer Art deren Geburtstag, um Ihnen einen Gefallen zu tun), nur der Todestag wird mit einer Gedenkfeier geehrt. Die Kinder haben die Pflicht, die Eltern zum Tết-Fest zu beglückwünschen und sie bekommen für ihre Höflichkeit und Dankbarkeit etwas Geld als Geschenk, welches Ihnen Glück während des ganzen Jahres bringen soll. Die Eltern sprechen auch ihre Erwartungen an den Kindern aus: fleißig in der Schule sein, höflich sein, hilfsbereit sein und dankbar sein dafür, dass man sich um sie kümmert und großzieht. Selbst Eltern haben vor ihren verstorbenen Ahnen die Pflicht, Liebe und Dankbarkeit auszudrücken: Ahnenaltar wird blitzblank geputzt, dekoriert mit frischen Blumen, neue roten Kerzen und Räucherstäbchen.

Die Vorbereitung für das Tết-Fest fängt spätestens einen Monat vorher an. Man beginnt mit einer generellen Putzaktion, alles wird aufgeräumt und sauber geputzt. Meine Mutter achtete immer darauf, dass die zahlreichen Spinnennetze an den Decken und Ecken weggeputzt wurden. Wenn sie etwas Geld auf Seite hatte ordnete sie an, das Haus neu anzustreichen, meistens alle zwei Jahre. Oh je ! Die Bediensteten mussten alle schweren Möbel, Schränke, Betten, Tische…in die Mitte der Räume rücken. Dann kammen die Bauarbeiter ins Haus, putzten, streichten frische Farbe auf die Wände. Meisten in pastel blau oder pastel grün. Der Farbegeruch ist das erste wahrnehmbare Zeichen vom Tết-Fest.

Hoa đào - Prunus Blume, Symbol des Tết-Fest im Norden(Ảnh TNG 2013)

Hoa đào – Prunus Blume, Symbol des Tết-Fest im Norden (Ảnh TNG 2013)

Meine Mutter fing auch an Geschenke zu bestellen und einen Speiseplan für des Tết-Fest aufzustellen. Meistens schenkte sie jeder Person/Familie zwei Reiskuchen, eine Packung kandierte Lotuskerne und eine Packung frischen Tee.

Der Reiskuchen muss mindestens zwei, drei Wochen davor bestellt werden. Ein Kuchen ist so groß wie ein Teller und wiegt bestimmt fast zwei Kilo. Gemacht seit eh und je aus einer Füllung aus Sojabohnen und frischem Bauchspeck, drumherum eine dicke Schichte vom Klebreis, alles in der Form eines Vierecks mit „lá dong“ (eine Sorte von großen, grünen Blättern) verpackt.
Man kocht eine Menge von Reiskuchen in dem riesen Töpfen während der ganzen Nacht. Die Feuerwache neben den dampfenden Kochtöpfen ist für viele ein Vergnügen, wird oft als beliebtes Thema in der Literatur behandelt und durch vielen Gedichte und Kurzgeschichten beschrieben.
Nach dem Kochen, muss man die Reiskuchen unter einem schweren Gewicht abtropfen lassen. Ein leckerer Reiskuchen muss innen weich gekocht sein, aber fest zum anschneiden und grün gefärbt sein (die natürliche Farbe der Blätter färben auf den Klebreis ab). Normalerweise wird man schon satt mit einer Ecke von dem einzigartigem Reiskuchen. Reiskuchen ist viereckig und als Symbol der Erde verstanden. Ein anderer Kuchen, gemacht aus Klebreismehl, viel weicher, feiner aber auch cauchoutartiger, geformt als rundes Stück, ist das Symbol des Himmels.

Wir, als Kinder oder Heranwachsende, haben andere Sorgen: wie kleidet man sich zum Tết-Fest? Traditionell oder à la mode ? Die Auswahl ist groß, von Kleidern von der Stange in den Boutiquen und auf den vielen Märkten bis hin zum gekauften Stoff um sich vom Couturier Massgeschneidertes anfertigen zu lassen. Ich verwöhntes Mädchen, ging ohne Geld in die Stoffboutique, lies mir ein, zwei, drei, sogar vier Coupons schneiden und verabschiedete mich mit „Meine Mama bezahlt alles!“.
Bei meinem beliebten Couturier ist es auch das Gleiche, ich suche mir die Modele aus und es wird genäht. Bezahlen muss meine Mama später. Die Leute kennen mich und sind alle freundlich zu mir. Was für ein Glück!

Am 15. Dezember nach dem Mondkalender, wird die erste Zeremonie gemacht. Am frühen Morgen geht die Köchin zum Markt, kauft alles Nötige ein und bereitet alles vor: ein ganzes gekochte Huhn, gedämpfter Klebreis mit Sojabohnen, gekochter Reis, karamellisierter Schweineschinken, Früchte, Blumen usw.… alles auf einer riesen runden Platte.
Meine Mutter lässt die Platte auf dem Bürgersteig vor dem Haus anrichten, sie zündete Kerzen und Räucherstäbchen an und betet. Das ist die Zeremonie um unsere Ahnen ins Haus zum Tết-Fest einzuladen.

Am 23. Dezember nach dem Mondkalender ist wieder mal eine große Zeremonie. Diesmal um die drei Küchengötte zum Himmel zu schicken. Sie werden dem Himmel alle Gute und Böse der Familie berichten und ihn um Segen für das nächste Jahr bitten. Viele Leute bewahren wahrhaftig die uralte Tradition: sie kaufen rote Karpfen (nach der alten Überlieferung bringen die Karpfen die Küchengötte zum Himmel) und lassen sie dann in Flüssen und Seen frei. Traditionell gemäß wird nicht mehr in den Familien gekocht. Man nimmt kalte Speise, was die Köchin wochenlang im Voraus gekocht hatte. Erst drei, vier Tage nach dem Neujahrestag wird wieder Feuer gemacht. Auch die drei Küchengötte haben einen Kurzurlaub verdient!

Ein Monat vor Jahresende sind die großen Städte und das ganze Land schon im Tết-Fest Fieber. Alle sind froh, weil jeder kauft und verkauft, jeder hofft daran, etwas mehr Geld für die eigene Familie durch die heftig gestiegene Kaufkraft während des ganzen Monates vor dem Tết-Fest zu verdienen. Die Märkten sind überquellt von Waren und Waren, überall Berge von Blumen und frischen Früchten. Nichts geht mehr auf den übervollen Straßen, die Luftverschmutzung ist sehr hoch, man wird krank von den Abgasen.

Der 30. Dezember nach dem Mondkalender ist ein sehr besonderer Tag und eine sehr besondere Nacht. An diesem Tage versucht jeder Vietnamesen mit all seinen Kräften und mit jeglichen Transportmitteln nach Hause zu eilen. Zu Mittag sind die Strassen schon fast wie leergefegt. Alle sind zu Hause und bereitet sich für das Tết-Fest vor: sich waschen und schön anziehen, nach seinen Möglichkeiten. Jedes Haus duftet nach Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen.

Mama hat wie immer mehrere Töpfe von Chrysanthème, Kumquat an beiden Seiten vom Hauseingang hingestellt. Auf einem großen gedeckten Tisch steht alles bereit zum Gastempfang: eine große Kristallvase mit einem Bouquet von feuerrotem Glaïeul, ein Teeservice aus feinstem Porzellan, eine Dose prallvoll gefüllt mit kandierten Früchten. Vor dem Tisch auf dem Boden, in einer großen Vase fast 1 Meter hoch, steht alle Jahre wieder ein großer Zweig der Mai-Blume. Selbst, der Zweig wird dekoriert mit vielen roten Tütchen oder Glücksbringer in Gold und Rot. Rot und Gelb sind zwei beliebte Farben von Vietnam, wie die Farben der vietnamesischen Flagge eben.

Mai-Blume, gelb wie die Sonne, ist das Symbol für das Tết-Fest im Süden. Im Norden ist es die Đào-Blume (Prunus). Man kauft Zweige mit möglichst mit vielen Knospen. Wenn sie alle blühen wird das Jahr ein Superjahr. Aber wenn die Knospen fallen, oh weh, ein Unheil hat sich angekündigt.
Ich wollte nicht daran glauben, bis einmal, alle Blümchen und Knospen über Nacht auf den Boden fielen. Ich stand vor den nackten Zweigen und dem Haufen von Blumen auf dem Boden und fragte mich, was soll das? Habe ich vergessen Wasser zu gießen? Am nächsten Tag sind wir beraubt worden. Das ganze Geld in der Hosentasche ist weg! Mein Fotoapparat mit hunderten Photos ist auch weg, geklaut!

Man kann sagen, purer Zufall, denn während die Leute unaufmerksam, fröhlich, glücklich sind, arbeiten mehrere Gruppen von professionellen Dieben. Tết-Fest ist in den großen Städten in Viet Nam die beste Saison für Pick-pocket, Diebe, Taschenräuber…Es lohnt sich nicht zur Polizei zu gehen, denn einem wird nicht geholfen. Stattdessen wird man ausgelacht. Sie lachen nur über „dumme“ Leute, die Geld in der Hosentasche bewahren.
Die Städte überbieten sich mit vielen kulturellen Veranstaltungen auf riesigen Bühnen, kostenlos, unter freiem Himmel auf Blumen-Märkten. Überall feiert man ausgiebig, essen, trinken, lachen, fotografieren…Gute Zeit für Diebe.

Dieses Tết-Fest in 2010 bringt uns zum Jahr des Tigers.
Das Wechsel folgt einem festgelegten Zyklus von 12 Jahren mit den Tierzeichen:

Ratte (Tý) – Büffel (Sửu) – Tiger (Dần) – Katze (Mẹo)  – Drache (Thìn) – Schlange (Tỵ) – Pferd (Ngọ) – Ziege (Mùi) – Affe (Thân) – Hahn (Dậu) – Hund (Tuất) – Schwein (Hợi).

Jedes Tierzeichen erscheint in einer Sternenkonstellation. Wir sind dann im Jahr des Tigers, aber: Canh Dần. Wer noch mehr wissen will, solle die asiatische Astrologie studieren! „Klar“ ist, wer im Jahr des Tigers geboren ist, wird in diesem Jahr „hart geprüft“, alle 12 Jahre also, deshalb besonders aufpassen (Unfälle, Misserfolg…so ist der Aberglaube)

Man glaubt auch, dass die Kombinationen (Tam Hạp) von den folgenden Tierzeichen „gut“ sind, d.h. die Menschen in diesem geborenem Tierzeichen vertragen sich:

Thân Tý Thìn (Affe, Ratte, Drachen)
Sửu Tỵ Dậu (Büffel, Schlange, Hahn)
Dần Ngọ Tuất (Tiger, Pferd, Hund)
Hợi Mẹo Mùi (Schwein, Katze, Ziege)

Dagegen, die Kombinationen aus den folgenden Tierzeichen (Tứ Hành Xung) gelten als „nicht gut“ (d.h. die Menschen geboren in diesen Tierzeichen vertragen sich nicht!):

Dần Thân Tỵ Hợi (Tiger, Affe, Schlange, Schwein)
Thìn Tuất Sửu Mùi (Drachen, Hund, Büffel, Ziege)
Tý Ngọ Mẹo Dậu (Ratte, Pferd, Katze, Hahn)

Diese Aberglaube hat schon viele Liebenden und viele Hochzeit zunichte gemacht. Die Liebenden trennen sich, weil sie glauben, sie passen nicht zueinander. Oder man glaubt, dass Menschen die im Jahr des Tigers geboren sind, es in den Jahren des Tigers, Affen, Schweins und der Schlange das ganze Jahr schwer haben.

Als ich klein war hatte ich es nie geschafft vom Abendessen bis zum Jahreswechsel wach zu bleiben. Meistens bin ich erst wach geworden als die Feuerwerkkörper explodierten. Der Altar von der Familie ist hell erleuchtet von Kerzenlicht und Licht der Feuerwerke.
Papa hat schon vor Wochen eine 25 Meter lange Kette von Feuerwerkkörper bestellt. Eine oder zwei Stunden vor Mitternacht auf dem Balkon der vierten Etage unseres Hauses, nimmt er die Kette vorsichtig von dem Karton heraus, lässt die Kette ganz langsam fallen, unten wartet jemand um die Kette zu halten, dann bindet er die Kette am Balkongitter fest.
Währenddessen hat die Köchin bereit die Opfermahlzeit auf den Ahnenaltar hingestellt. Wir laden Sie ein, das Tết-Fest mit uns zu verbringen und uns Glück bringen.
Papa warte ungeduldig auf Mitternacht. Plötzlich der Himmel ist hell beleuchtet von einem riesigem Feuerwerk! Das Neue Jahr ist eingetreten! Papa zündet schnell die Kette und läuft weg. Überall krachen Feuerwerkkörper stundenlang.

Irgendwann durfte ich meinem Vater mitten in der Nacht begleiten. Wir fahren auf seiner Vespa zum Lăng Ông. Ich sitze hinter seinem Rücken und halte eine große Tüte mit Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und Opfergeld. Lăng Ông ist ein Tempel, ein Mausoleum von einem großen Mandarin, der General Lê văn Duyệt unter dem ersten Kaiser Nguyễn: Kaiser Gia Long. Dieser Tempel ist zum einem Ort des Personenkultes geworden, weil er sehr heilig ist. Viele Menschen besuchen regelmäßig den Tempel, bringen Blumen und Räucherstäbchen hin, beten und nehmen ein Orakel nach Hause. Wir fahren hin als der Himmel noch blau-schwarz ist und der Wind sehr frisch weht. Die Straßen sind noch leer. Der Tempel ist aber voller Menschen, von weitem her sieht man schon die duftenden Wolken, hoch gestiegen aus den unzähligen Räucherstäbchen.

Wir ziehen im Tempel eine ganze Weile von Raum zu Raum. Papa hat die Blumen in eine große Vase auf dem Altar gesteckt, zündet eine ganze Packung von Räucherstäbchen, hält ihn hoch zur Stirn und betet ein bisschen. Dann versucht er sein Bouquet von Räucherstäbchen in eine Urne einzustechen.

Zuletzt gehen wir zu einer eigenen Stelle um das Opfergeld zu verbrennen. Obwohl es verboten ist Zweige von Bäumen und Sträuchern zu brechen und mitzunehmen als Glücksbringer, hat Papa einen kleinen Zweig mitgenommen. Er sagt zu mir: Es wächst schnell nach!

Wir fahren wieder nach Hause, es ist schon hell, die Sonne geht auf. Meine Mutter wartet im Hause aber sie bewegt sich nicht. Traditionsgemäß muß Papa die Tür aufmachen, als Erster das Haus im Neuen Jahr betretend und dann ich. Mama lächelt ihn an und sagt ihm die Glückwünsche, er erwidert höflich und übergibt ihr den „Glücksbringer“. Sie nimmt es an und steckt ihn gleich in die Vase auf den Tisch. Meine Eltern umarmen sich nie vor den Kindern, nicht einmal Händchenhalten. Aber Mama gibt mir einen dicken Kuß auf die Wange und drückt mir ein rotes dickes Tütchen in die Hand. Das freut mich sehr, Mama ist immer großzügig, sie gibt viel Geld als Geschenk zum Tết-Fest und sie gibt sich die Mühe vorher zur Bank zu gehen um frische neue Geldscheine zu bekommen, die sie im roten Tütchen verpackt. Dann gibt Papa mir auch ein rotes Tütchen, mit einem Augenzwinkern, sein Tütchen ist etwas dünn! Nur die Köchin steht bereit in der Küche, sonst schlafen alle noch tief und fest. Es ist schließlich noch früh. Meine Eltern geben auch rote Tütchen an die Köchin, sie lacht vor Freude bis zu den Ohren. Dann trinkt Papa Kaffee, Mama den Tee und ich ein Glas heiße Milch.

Die ganze Woche danach ist…harte Arbeit, keine Ruhe. Wir müssen Familie, Freunde und und und… besuchen, Geschenke mitbringen, Höflichkeiten und Glückwünsche austauschen. Die Leute kommen zu uns und bringen Geschenke mit…. Bin müde vom nett-sein-müssen! Dafür bekomme ich viel Geld als Glück bringende Geschenke. Dazwischen darf ich auch nicht meinen eigenen Freundeskreis vergessen. Wir treffen uns mehrmals am Tag, wir sind immer unterwegs…. Tết-Fest tut gut für alle und alles!

Diese Zeit ist für mich nun vorbei. Hier in Europa, wir haben mit Glatteis, Nebel, Schneestürmen, kaputte Heizung, Auto…zu kämpfen, wenn Asien Tết-Fest feiert. Wir haben nicht die Stimmung, nicht die Umgebung. Viele sind organisiert und feiern in geschlossen Räumen irgendwo. Meistens zu weit von meinem Wohnort, hunderte Kilometer weit weg, also ich fahre auch nicht hin. Meine alten Freunde überschütten sich mit Glückwünschen über emails, das macht mich noch mehr verstimmt, weil es virtuel ist.
Tết-Fest hier ist eine Traurigkeit geworden. Ich sitze in meiner Ecke und träume von alter Zeit. Je nach Situation, gedenke ich an meiner verstorbenen Mutter jedes Jahr anders. In diesem Jahr stelle ich ein Bouquet von Frühlingsblumen, Narzisse, Osterblumen, Hyazinthe, auf dem Altar und zünde eine Kerze und Räucherstäbchen an. Das ist mein Tết-Fest. MTT

Khai bút đầu năm Canh Dần 2010.

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